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Wissenschaftlicher Hintergrund

Der Nutzen, der mit der Entwicklung der Herzkohärenz einhergeht, ist durch eine Vielzahl wissenschaftlicher Erkenntnisse bereits belegt. Das HeartMath® Institute in Kalifornien forscht intensiv zu den wissenschaftlichen Zusammenhängen rund um das Thema Herzintelligenz und hat bereits zahlreiche Studien veröffentlicht.

Von den Wissenschaftlern des HeartMath® Institutes werden zudem aktuelle Forschungsergebnisse aus der Herz- und Hirnforschung ausgewertet und in die eigene Arbeit eingebunden. All dies weist darauf hin, dass unser Herz eine besondere, integrative Rolle in unserem Körper spielt. Diese neue Perspektive löst langsam aber sicher die herkömmliche, maschinenorientierte Denkweise, welche das Herz lediglich als austauschbare Pumpe betrachtet, ab.

Unser  Herzgehirn besteht aus 40.000 Nervenzellen.

Viele von Ihnen wird es vielleicht erstaunen, aber tatsächlich haben Wissenschaftler festgestellt, dass es ein Gehirn im Herzen gibt, welches aus ca. 40.000 Neuronen besteht – fast ebenso vielen wie in den subkortikalen Bereichen des Gehirns. Unser Herzgehirn kann unabhängig von Gehirn und Kopf arbeiten. Aus Sicht der Neurowissenschaften ist es damit komplex genug, um als eigenes kleines Gehirn bezeichnet zu werden.

Das Herz kommuniziert auf unterschiedlichen Wegen mit unserem Gehirn und unserem übrigen Körper. Die dabei ausgetauschten Signale nehmen Einfluss auf unsere Gehirnfunktionen – unser Denken und unsere Gefühle –  auf unseren Hormonkreislauf und weitere Funktionen unseres Körpers. Das Herz ist dabei sozusagen der Dirigent, über unser Herz können wir die Art der Kommunikation in unserem Körper – kohärent und harmonisch oder chaotisch – beeinflussen. Aber schauen wir uns das genauer an.

Unser Herz kommuniziert auf vier Arten mit dem Körper: Neural, biochemisch, über Druckwellen und auf elektromagnetischem Weg.

Die neurale Kommunikation erfolgt durch die Übermittlung von Nervenimpulsen. Mit jedem Herzschlag werden zahlreiche Nervensignale über das Autonome Nervensystem (ANS) an das Gehirn geleitet. Das ANS besteht aus zwei Ästen. Der Sympathikus istfür die Erregung unseres Körpers, die Beschleunigung der Herzfrequenz und die Ausschüttung von Adrenalin zuständig.  Der zweite Ast, der Parasympathikus, sorgt für unsere Entspannung und bewirkt u. a. eine Verlangsamung des Herzrhythmus. Ein kohärenter Herzrhythmus synchronisiert die zwei Äste des ANS. Das bedeutet weniger “Reibung und Verschleiß” für unsere Nerven und unsere inneren Organe. Die neuralen Botschaften des Herzens wirken sich insbesondere auf die Funktionen unseres Gehirns aus. In einem kohärenten Zustand können wir besser denken, unsere Problemlösungsfähigkeit ist erhöht und unsere Gedanken und Gefühle sind in Balance.

Die Kommunikation über den biochemischen Weg erfolgt über Hormone und Neurotransmitter. Dabei erzeugt das Herz selbst Hormone wie z. B. das Atriopeptin (ANF), welches den Blutdruck, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers und das Gleichgewicht des Elektrolythaushaltes reguliert. Das Herz produziert außerdem Noradrenalin und Dopamin. Die genaue Wirkweise dieser vom Herzen ausgeschütteten Neurotransmitter ist allerdings noch unerforscht.

Unser Pulsschlag – also die Erzeugung von Druckwellen – ist der dritte Kommunikationsweg des Herzens. Bei gesunden Menschen sind Blutdruckwellen, Atmung und die Rhythmen des vegetativen Nervensystems aufeinander abgestimmt. Alle Zellen spüren die vom Herzen ausgehenden Druckwellen, unser Puls kann am Handgelenk oder an anderen Stellen des Körpers gemessen werden. Untersuchungen des HeartMath® Institutes haben gezeigt, dass sich die elektrische Aktivität des Gehirns deutlich verändert, wenn eine Blutdruckwelle das Gehirn erreicht.

Forscher vermuten, dass ein ähnlicher Informationstransfer wie bei Funktelefonen oder Radiosendern auch beim Herzen funktioniert: Die Kommunikation über elektromagnetische Felder. Das elektromagnetische Feld des Herzens ist das stärkste des Körpers, 5.000 mal stärker als das des Gehirns. Es kann durch entsprechend empfindliche Messeinrichtungen – sogenannten Magnetometern – im Abstand von bis zu 3 Metern außerhalb des Körpers gemessen werden. Von den HeartMath® Forschern konnte nachgewiesen werden, dass die von einer Person erzeugten elektromagnetischen Informationsmuster des Herzens in den Gehirnwellen einer zweiten Person messbar sind. Das bedeutet konkret, dass von uns erzeugte elektromagnetische Informationen von anderen Menschen um uns herum registriert werden.

Kommen wir noch zu einem letzten, für die Entwicklung der Herzkohärenz ausgesprochen wichtigen Zusammenhang, dem Einfluss von Gefühlen auf unseren Herzrhythmus und unser Hormonsystem.

Positive Gefühle haben eine direkte Wirkung auf die Entwicklung unserer Herzkohärenz.

Die Forscher des HeartMath® Institutes haben herausgefunden, dass eine direkte Wirkung von Gefühlen auf unseren Herzrhythmus besteht. Dazu misst man die sogenannte Herzratenvariabilität (HRV), die aus dem Puls oder genauer gesagt den zeitlich variierenden Abständen zwischen den einzelnenHerzschlägen abgeleitet wird. Angenehme Gefühle wie Wertschätzung, Mitgefühl und Dankbarkeit bewirken eine kohärente HRV. Unangenehme Gefühle wie Ärger und Frustration bewirken ein chaotisches und gezacktes Muster. Dieses Muster – kohärent oder chaotisch – wird dann wiederum als Signal über das ANS an unser Gehirn weitergeleitet. Und so sehen ein kohärentes und im Gegensatz dazu ein chaotisches HRV-Profil aus:

Herzratenvariabilität und Emotionen

Positive Gefühle bewirken außerdem eine Reduktion des Stresshormons Kortisol und erhöhen die DHEA Konzentration. Dadurch können die negativen, langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von Stress, die zu einem großen Teil durch eine erhöhte Kortisolkonzentration hervorgerufen werden, deutlich reduziert werden. Positive Emotionen wirken sich also erwiesenermaßen positiv auf unsere Gesundheit aus.

Herzkohärenz kann von jedem von uns aktiv herbeigeführt werden.

All diese Zusammenhänge zeigen uns, dass ein kohärenter, harmonischer Herzrhythmus – die  Herzkohärenz – viele positive Effekte auf uns, unseren Körper und möglicherweise sogar unser Umfeld hat. Und das Beste ist, dieser kohärente Zustand und die zahlreichen positiven Auswirkungen können von jedem von uns aktiv herbeigeführt werden und zwar über unsere Atmung und unsere Gefühle. Das HeartMath® Institute hat dazu verschiedene alltagstaugliche Techniken und Programme entwickelt, deren positive Wirkung auf unsere Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit sowie der Verringerung von Stress belegt sind. Diese Auswirkungen wurden zunächst unter Laborbedingungen getestet und nachgewiesen.  Später hat man die Erkenntnisse dann in die Praxis überführt und Studien mit Arbeitsgruppen in verschiedensten Organisationen durchgeführt. Dabei zeigen sich die gleichen positiven Ergebnisse:  Der Herzrhythmus der Studienteilnehmer harmonisierte sich, wenn sie sich auf ihren Herzbereich fokussierten und sogenannte Grundgefühle des Herzens – wie Wertschätzung und Dankbarkeit – aufriefen.

Umfangreiche Informationen zu den  wissenschaftlichen Studien finden Sie auf der Seite des HeartMath Institutes.